Stress-Signale

Stresszustände produzieren im Menschen und in seinem Verhalten deutlich wahrnehmbare Signale, die vor allem ernst zu nehmen sind, wenn sie häufig oder dauernd auftreten. Einzelne Signale können, müssen aber nicht zwingend auf belastenden Stress hinweisen.

Welche der aufgelisteten Stresssignale haben Sie bei sich selber in den letzten drei Monaten in welchem Ausmass wahrgenommen, im Arbeits- und/oder im Privatleben?

Körperliche Ebene
In den letzten drei Monaten habe ich bei mir die folgenden Signale wahrgenommen:
Skala:
1 = praktisch nie
2 = selten, d.h. etwa einmal pro Monat
3 = manchmal, d.h. etwa einmal pro Woche
4 = häufig, d.h. mehrmals pro Woche
5 = dauernd
    1 2 3 4 5
(sk01) Ich schwitze ohne ersichtlichen Grund
(sk02) Ich habe Nacken-, Schulter- oder Rückenschmerzen
(sk03) Ich habe Magen- oder Verdauungsprobleme
(sk04) Ich habe Kopfschmerzen
(sk05) Ich habe Kreislaufprobleme (Blutdruck, Puls)
(sk06) Ich bin rasch erschöpft
(sk07) Ich bin generell müde
(sk08) Ich schlafe schlecht ein oder durch
Psychische/emotionale Ebene
In den letzten drei Monaten habe ich bei mir die folgenden Signale wahrgenommen:
Skala:
1 = praktisch nie
2 = selten, d.h. etwa einmal pro Monat
3 = manchmal, d.h. etwa einmal pro Woche
4 = häufig, d.h. mehrmals pro Woche
5 = dauernd
    1 2 3 4 5
(se01) Ich fühle mich niedergeschlagen, deprimiert
(se02) Ich zweifle an mir selber
(se03) Ich bin nervös, gereizt
(se04) Ich reagiere überempfindlich
(se05) Ich fühle mich nutzlos
(se06) Ich erlebe die Dinge pessimistisch
(se07) Ich kann nach der Arbeit schwer abschalten
(se08) Ich fühle mich lustlos
Geistige Ebene
In den letzten drei Monaten habe ich bei mir die folgenden Signale wahrgenommen:
Skala:
1 = praktisch nie
2 = selten, d.h. etwa einmal pro Monat
3 = manchmal, d.h. etwa einmal pro Woche
4 = häufig, d.h. mehrmals pro Woche
5 = dauernd
    1 2 3 4 5
(sg01) Ich bin unkonzentriert
(sg02) Ich vergesse Dinge
(sg03) Ich habe Mühe mit Neuem
(sg04) Ich entscheide mich nur schwer
Verhaltensebene
In den letzten drei Monaten habe ich bei mir die folgenden Signale wahrgenommen:
Skala:
1 = praktisch nie
2 = selten, d.h. etwa einmal pro Monat
3 = manchmal, d.h. etwa einmal pro Woche
4 = häufig, d.h. mehrmals pro Woche
5 = dauernd
    1 2 3 4 5
(sv01) Ich vernachlässige meine sozialen Beziehungen
(sv02) Ich mache keine Pausen während der Arbeit
(sv03) Ich mache unnötige Fehler
(sv04) Ich esse unregelmässig
(sv05) Ich bin in Unfälle oder Beinaheunfälle verwickelt
(sv06) Ich muss mehr Energie aufwänden, um die Leistung aufrecht zu erhalten
(sv07) Ich betätige mich regelmässig körperlich
(sv08) Ich gehe nicht zur Arbeit
(sv09) Ich mache mir keine Pläne mehr/denke nur noch an die nächste Arbeit
(sv10) Ich möchte die Stelle wechseln

Gehen Sie nun Ihre bisherige Einschätzung bezüglich möglicher Stressignale in den vier Bereichen nochmals durch. Einschätzungen in den Kolonnen 3, 4 oder 5 könnten Hinweise auf persönlichen Stress sein. Je grösser die Anzahl solcher Einschätzungen ist und je intensiver Sie die Signale erleben, desto höher ist auch das Stressrisiko. Unternehmen Sie folgendes:

  • Beobachten Sie sich in der nächsten Zeit speziell bezüglich der möglichen Stresssignale. Wie erleben Sie diese im Moment des Auftretens?
  • Bearbeiten Sie den folgenden Checklisten-Abschnitt mit dem Ziel, mögliche Ursachen für Stressentstehung zu identifizieren.
  • Bearbeiten Sie die entsprechenden Massnahmen-Vorschläge im stressnostress-Programm.
  • Suchen Sie das Gespräch mit Kollegen/Kolleginnen, Vorgesetzten und internen oder externen Fachpersonen.
  • Wenn Sie Signale als stark und bedrohlich erleben, zögern Sie nicht, ärztlichen Rat einzuholen. Es geht um Ihre Gesundheit!

Stressursachen

Stress kann verschiedene mögliche Ursachen haben, die zum Teil auch miteinander wirken und sich gegenseitig beeinflussen. Beurteilen Sie die folgenden Aussagen auf einer Skala von «trifft nicht zu» bis zu «trifft sehr zu».

Vergleichen Sie Ihre Resultate mit denen von Kollegen/Kolleginnen, um gezielte Massnahmen zum Stressabbau und zur Stressprävention ergreifen zu können.

Ursachen im Arbeits-/Berufsleben
Skala:
1 = trifft nicht zu
2 = trifft wenig zu
3 = trifft teilweise zu
4 = trifft ziemlich zu
5 = trifft sehr zu
    1 2 3 4 5
(ub01) Die Arbeitsmenge ist erdrückend (nicht einfach viel Arbeit!)
(ub02) Für seriöse Planung und Organisation der Arbeit fehlt mir die Zeit
(ub03) Die mir gestellten Ziele und Aufgaben überfordern mich fachlich
(ub04) Ich empfinde meine Arbeit als langweilig
(ub05) Meine Arbeit entspricht nicht meinen eigentlichen Interessen und Neigungen
(ub06) Ich erlebe zu viel Routine, es fehlt die Herausforderung
(ub07) Ich habe keinen Einfluss auf die Planung und Gestaltung meiner Arbeit
(ub08) Meine Arbeit besteht aus isolierten Arbeitsschritten, ist nicht ein abgerundetes Ganzes
(ub09) Ich habe zu wenig Entscheidungsfreiheit
(ub10) Ich erhalte keine Unterstützung, wenn ich sie brauche
(ub11) Es gibt ungelöste Spannungen und Konflikte
(ub12) Meine Vorgesetzten kommunizieren nur «von oben nach unten». Meine Vorschläge, Anregungen, Kritik werden nicht ernst genommen
(ub13) Ich bekomme kein echtes Feedback (fehlende Anerkennung und mangelnde konstruktive Kritik)
(ub14) Ich kann meine Entwicklung/Laufbahn nicht selber beeinflussen
(ub15) Ich arbeite unter schlechten äusseren Arbeitsbedingungen
(ub16) Ich werde in meiner Arbeit häufig gestört
(up07) Mein privates Leben kommt verursacht durch die berufliche Beanspruchung zu kurz, die Balance zwischen Beruf und Privatleben gelingt mir schlecht
Ursachen im Privatleben, generelle Ursachen
Skala:
1 = trifft nicht zu
2 = trifft wenig zu
3 = trifft teilweise zu
4 = trifft ziemlich zu
5 = trifft sehr zu
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(up01) Mich belastet der Verlust eines/einer Angehörigen
(up02) Mich belastet eine Trennung von einem Partner/einer Partnerin
(up03) Mich belastet eine schwere eigene Krankheit
(up04) Mich belastet eine schwere Krankheit in meinem persönlichen Umfeld
(up05) Mich belasten finanzielle Probleme
(up06) Mich beschäftigen Beziehungsprobleme mit Familienangehörigen
(up08) Ich habe keinen Gesprächspartner / keine Gesprächspartnerin, mit dem / der ich offen über meine echten Probleme reden kann

Folgerungen

Beantworten Sie abschliessend die folgenden Fragen.

Wie stark ist mein berufliches und privates Leben von negativem, belastendem Stress betroffen?
nicht betroffen
wenig betroffen
teilweise betroffen
ziemlich betroffen
sehr betroffen
Falls ich von Stress betroffen bin: Erlebe ich die negativen Stressauswirkungen deutlicher im Privat- oder im Berufsleben?
ausschliesslich im Privatleben
mehrheitlich im Privatleben
gleichermassen im Privat- wie im Berufsleben
mehrheitlich im Berufsleben
ausschliesslich im Berufsleben
Falls ich von Stress betroffen bin: Als wie wichtig erachte ich gezielte Massnahmen zum Stressabbau für mich persönlich?
völlig unwichtig
unwichtig
ziemlich unwichtig
teils-teils
ziemlich wichtig
sehr wichtig
ausserordentlich wichtig

Wenn Sie Massnahmen zum Stressabbau als wichtig erachten: Was sollten in erster Priorität unternommen werden? WER sollte WAS WIE WANN tun?

Notieren Sie sich Ihre Vorschläge. Erste Umsetzungshinweise finden Sie in den Programmabschnitten «Stressabbau und Stressprävention». Wenn Sie für die Umsetzung Unterstützung brauchen, besprechen Sie sich mit Kolleginnen, Kollegen, Vorgesetzten und internen oder externen Fachleuten.


Das stressnostress-Programm wird laufend überarbeitet und neuen Erkenntnissen angepasst. Wenn Sie uns die Resultate Ihrer Einschätzung in dieser Checkliste zur Verfügung stellen, unterstützen Sie eine bedarfsgerechte Entwicklung des Programms. Selbstverständlich sichern wir Ihnen volle Anonymität zu. Ihr Name und die Absenderadresse werden nicht erfasst.

Die folgenden Angaben helfen uns, die Auswertung zu präzisieren:

Mein Geschlecht:
männlich
weiblich
Mein Alter:
bis 30jährig
30 bis 40jährig
40 bis 50jährig
über 50jährig
Meine Ausbildung:
Obligatorische Grundschule/Anlehre
Berufslehre
Vollzeitberufsschule/Diplommittelschule u.a.
Maturität
Höhere Berufsausbildung
Universität/Hochschule

Bemerkungen/Kommentar zum Fragebogen: